Bereits im 16. Jahrhundert gab es erste Erkenntnisse des Lymphgefässsystems. Da man zu dieser Zeit keine technischen Hilfsmittel hatte, ging alles wieder in Vergessenheit. Erst in den dreissiger Jahren des 20. Jahrhundert wurde diese Methode wieder von Hr. Dr. Asdonk, Hr. Dr. Vodder, Hr. Wittlinger und später Hr. Dr. Földi weiterentwickelt. Ihnen verdanken wir die heutige „Ödemtechnik“. Die moderne Lymphologie begann 1955.
Das Lymphgefässsystem ist als ein „Nebenabfluss“ zum Venensystem zu verstehen, welches dem Blutkreislauf angeschlossen ist. Diese Gefässsystem ist nicht nur für eine optimale Entwässerung, Entstauung und Entschlackung zuständig, sondern ist auch ein Träger des gesamten Abwehrsystems unseres Organismus.
Was bewirkt eine Manuelle Lymphdrainage?
Die ML hat die Aufgabe, das Lymphsystem des Körpers zu unterstützen bzw. zu aktivieren, gestörte Abflussgebiete zu umgehen und neue Abflusswege frei zu machen. Bei dieser Methode handelt es sich um eine besondere Massageform, dabei darf es niemals zu Rötungen oder sogar Schmerzen kommen.
Für den Patienten fühlt sich diese Therapie wie ein „sanftes Streicheln“ an, bei der man häufig ermüdet.
Diese Behandlung hat eine entspannende, beruhigende und schmerzlindernde Wirkung.
Bei welchen Erkrankungen sollte diese Behandlungsform angewendet werden?
- Brustamputationen
- Bestrahlungen
- Lymphknotenentfernungen (sekundäre, also erworbene Lymphödeme)
- bei angeborene Abflussstörungen, wie z. B. zu grosse, kleine oder wenig/keine Lymphbahnen (primäre, also angeborene Lymphödeme)
Die oben genannten Krankheitsbilder bedürfen grösstenteils eine Dauertherapie.
Diese Behandlungsmethode bewährt sich auch bei allgemeiner Abwehrschwäche, Migräne, rheumatischen Erkrankungen, traumatischen Schädigungen, Drehschwindel (Meniersche Erkrankung), Unterschenkelgeschwür (Ulcus cruris), Verstopfung (Obstipation), etc.


